Projekt 2009-2012

Projekt 2009-2012

Löwenstein-Forschungsverein startet internationale Arbeitsebene zur Untersuchung des Bauhaus-Produktionsstandortes „Alte Pausa“ im Mössingen der Zwanziger und Dreißiger Jahre – Einladung zur Mitarbeit an die Mössinger Bürgerinnen und Bürger

Mit dem herzlichen Willen zu einer engen Zusammenarbeit und der nachdrücklichen Absicht, die freundschaftlich gewachsenen Beziehungen zwischen der Familie Löwenstein und der heutigen Bürgerschaft von Mössingen zu vertiefen, ging im Juli 2009 der erste Besuch von acht Mitgliedern der vor dreiundsiebzig Jahren vertriebenen Familie Löwenstein zu Ende. Als symbolischer Schritt der neuen Kooperation wurde dafür am 23. Juli 2009 der Beginn des Projektes „Pausa – Artur und Felix Löwenstein – Bauhaus – Adolph Lowe“ vereinbart.

Auf Initiative des Löwenstein-Forschungsvereins startet damit eine internationale Arbeitsebene, die unter anderem die Bedeutung des Bauhaus-Produktions­standortes „Alte Pausa“ im Mössingen der Zwanziger und Dreißiger Jahre untersuchen soll. Diese Arbeitsebene wird von zahlreichen Familienmitgliedern, überregionalen Partnern sowie vor allem auch von Vertreterinnen und Vertretern des bürgerschaftlichen Engagements Mössingens unterstützt.

„Nicht erst nach 1945 hat sich die Pausa unter neuer Leitung in die Tradition des Bauhauses gestellt. Wir können heute mit Fug und Recht sagen, dass die Pausa vor 1933 ein realer Produktionsstandort der Bauhauskunst gewesen ist. Mössingen war vor dem Zugriff der Nazis ein aktiver Bauhausstandort. Die Pausa hat für das Bauhaus gearbeitet. Dies zeigte auch die von Walter Gropius angestoßene Präsentation von Pausa-Stoffen auf der Pariser Weltausstellung im Mai 1930. Diese Pausa-Tradition gilt es wieder freizulegen und zu pflegen“, betont die Vorsitzende des Löwenstein-Forschungsvereins Irene Scherer.

Der Verein will Fördermittel einwerben, um kleinere Forschungsaufträge zu vergeben. Sie sollen unter anderem die Zusammenarbeit zwischen Mössingen, Weimar und Dessau offen legen. Sie sollen auch die Geschichte vor Ort näher erkunden.

Im Gründungsdokument des Projektes „Pausa – Artur und Felix Löwenstein – Bauhaus – Adolph Lowe heißt es: > Das Projekt will die Beziehungen zwischen der Pausa und dem Bauhaus erkunden, will die Wirkungsgeschichte des Unternehmens erforschen und die Veranstaltungsreihe unterstützen „Das Bauhaus kam nach Mössingen – Zur Erinnerung an die Brüder Artur und Felix Löwenstein“ des Löwenstein-Forschungsverein Mössingen aus Anlass von neunzig Jahren Bauhaus und neunzig Jahren Pausa – unterstützt von Bücherei-Verein Mössingen, Ernst-Bloch-Gesellschaft, Talheimer Verlag, Weiterbildungsnetzwerk TREWIRA Neckar-Alb und Stadtmuseum Mössingen.


Das gemeinsame Projekt besteht aus folgenden Bausteinen:

I. Vertiefung der Zusammenarbeit zwischen der Familie Löwenstein und der Mössinger Bürgerschaft,

II. Würdigung der Leistungen von Felix und Artur Löwenstein sowie Aufarbeitung des geschehenen Unrechts in der Zeit des Nationalsozialismus,

III. Erkundung der Beziehungen zwischen der Löwensteinschen „Alten Pausa“ und dem Bauhaus in Weimar, Dessau und Berlin,

IV. Erinnerung an Adolph Lowe, dem Mitbegründer des Kieler Institutes für Weltwirtschaft, der die Flucht von Helene und Felix Löwenstein nach Manchester ermöglichte,

V. Unterstützung der Veranstaltungsreihe „Das Bauhaus kam nach Mössingen – Zur Erinnerung an die Brüder Artur und Felix Löwenstein“ 2009/2010.

Zu den Erstunterzeichner/innen und Unterstützer von Seiten der Familie Löwenstein gehören:

Doris Angel, MBE JP, Manchester (Tochter von Helene und Felix Löwenstein),

Harold Livingston, London (Sohn von Flora und Artur Löwenstein),

Ann Angel, Manchester (Tochter von Doris Angel, Enkelin von Helene und Felix Löwenstein),

Jacqueline Cowley, New York (Tochter von Harold Livingston, Enkelin von Flora und Artur Löwenstein),

Sarah Angel, Belfast (Tochter von Doris Angel, Enkelin von Helene und Felix Löwenstein) und Prof. Dr. Anthony Paxton, Belfast (Ehemann von Sarah Angel),

Ronnie Jacob, London (Sohn von Lilo Löwenstein, der Schwester von Harold Livingston; Enkel von Flora und Artur Löwenstein),

Anita Poulman, London (Tochter von Lilo Löwenstein, der Schwester von Harold Livingston; Enkelin von Flora und Artur Löwenstein)

Catherine Lustig-Radt, Hamburg (Enkelin von Adolph Lowe und Bea Löwenstein, der Schwester von Artur und Felix Löwenstein),

Sandra Lustig, Hamburg (Enkelin von Adolph Lowe und Bea Löwenstein, der Schwester von Artur und Felix Löwenstein).


Als überregionale Partner (Erstunterzeichnende) wirken mit

Dr. Jan Robert Bloch, Berlin (Sohn von Ernst und Karola Bloch),

Dr. Anne Frommann, Tübingen,

Dr. Francesca Vidal, Landau,

Richard Scherer, Güstrow.

Als Vertreterinnen und Vertreter des bürgerschaftlichen und kommunalen Engagements in Mössingen tragen das Vorhaben als Erstunterzeichnende mit

Edith Policke,

Barbara und Otto Belser,

Dr. Dieter Schmidt,

Maria Bühler-Weinmann,

Dr. Hermann Berner,

Rita Pehlke-Seidel,

Klaus Ferstl,

Helmut Seidel,

Irene Scherer,

Welf Schröter.

Mössingen, Juli/August 2009

Bürgerinnen und Bürger aus Mössingen sind freundlich eingeladen als weitere Unterzeichner/innen in einer offenen Liste das Vorhaben zu unterstützen. Interessierte sind gerne willkommen.

Weitere Unterzeichner/innen:

Annelies Hoeckh
Hannelore Schubert
Gisela von Samson-Himmelstjerna
………….

und andere mehr.

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